Ich war nie am Zusammenbrechen.
Eher im Gegenteil: Ich galt als Fels in der Brandung. Präsenz, Stabilität, Verantwortungsbewusstsein – auch mir selbst gegenüber.
Und trotzdem hat sich mit der Zeit etwas verschoben.

Nicht dramatisch.
Eher leise. Wie ein inneres Nachjustieren.


Direkte Erfahrung statt fertiger Antworten

Yoga hat mir nie gesagt, wie etwas „richtig“ zu sein hat. Es hat mich daran erinnert, meiner eigenen Wahrnehmung zu vertrauen.

Was spüre ich wirklich – im Körper, im Gespräch, im Raum?
Handle ich aus Klarheit oder aus Gewohnheit?

Diese Form von direkter Erfahrung ist überraschend alltagstauglich. Gerade im beruflichen Kontext. Denn sie ersetzt keine Konzepte – sie erdet sie. Entscheidungen werden nicht langsamer. Sie werden präziser.

Yoga ist für mich eine Haltung

Ich bin Yogalehrerin und arbeite mit Menschen in Verantwortung. Lange dachte ich, das seien zwei Welten. Heute weiß ich: Ich bringe mich immer ganz mit – auch ins Meeting, auch in schwierige Situationen.

Yoga bedeutet für mich:

  • präsent bleiben, wenn es unruhig wird
  • zuhören, bevor ich reagiere
  • Klarheit zulassen, ohne sie zu erzwingen

Kein Rückzug aus dem Leben. – Sondern bewusste Teilnahme.

Yoga im Unternehmen

Wenn ich Yoga in Unternehmen trage, geht es mir nicht um Matten oder Rituale. Es geht um weniger Automatismus, mehr innere Ausrichtung und mehr Menschlichkeit im Umgang mit Leistung.

Unternehmen bestehen aus Menschen – nicht aus Rollen.
Und nachhaltige Verantwortung beginnt dort, wo wir uns selbst ernst nehmen, ohne uns zu verlieren.

Verfeinerung statt Umbruch

Ich habe meinen Weg nicht neu erfunden.
Ich habe ihn verfeinert.

Weniger suchen.
Mehr gehen.

🌱 Nicht, um einen Weg vorzugeben – sondern um den eigenen klarer wahrzunehmen.