Ich habe lange beobachtet, wie viel wir im Arbeitskontext über Strukturen, Rollen und Prozesse sprechen –
und wie wenig über das, was in den Menschen eigentlich passiert.
Dabei komme ich immer wieder an denselben Punkt:
Ein Unternehmen kann nur so gesund und klar sein,
wie die Menschen, die es gestalten.
Für mich beginnt echte Veränderung deshalb immer innen.
Wenn ich von innerer Entwicklung spreche, meine ich nichts Abgehobenes.
Ich meine ganz einfache, ehrliche Fragen:
Wie gehe ich mit Druck um?
Wie bewusst treffe ich Entscheidungen?
Übernehme ich Verantwortung – oder reagiere ich nur?
Kann ich bei mir bleiben, auch wenn es unangenehm wird?
Es geht nicht darum, sich zu optimieren.
Aber ich glaube sehr wohl daran, dass wir auf diesem Weg besser werden.
Nicht als Ziel – sondern als Konsequenz.
Wir erwarten heute viel Selbstständigkeit, Mitdenken und Gestaltungskraft.
Das funktioniert nur, wenn Menschen gelernt haben, sich selbst zu führen.
Ich glaube:
Selbstführung ist keine Technik.
Sie ist eine Form von Reife.
Und diese Reife betrifft alle.
Sie ist keine Hierarchiefrage.
Leadership ist keine Rolle, sondern eine Kompetenz, die jede Person im System braucht.
Yoga, Achtsamkeit und Bewusstseinsarbeit sind für mich keine Extras.
Sie schaffen Räume, in denen Menschen sich wieder spüren –
ihren Körper, ihre Grenzen, ihre Bedürfnisse.
Spiritualität ist dabei keine Haltung, die man haben muss.
Sie ist eine bewusste Entscheidung,
wie ich mit mir selbst und mit anderen umgehe.
Im Job genauso wie im Leben.
Ganz persönlich
Mir ist klar, dass nicht alle diesen Weg mitgehen werden.
Manche fühlen sich davon angesprochen.
Andere passen sich an.
Und wieder andere werden gehen.
Das halte ich aus.
Ich glaube nicht an Kultur, die allen gefallen muss.
Ich glaube an Ehrlichkeit.
Und daran, dass Klarheit auf lange Sicht gesündere Räume schafft als Anpassung.
