Früher dachte ich, Meditation sei Rückzug. Ein Moment, in dem die Welt draußen stehenbleibt und alles ruhig wird.
Heute sehe ich es anders: Meditation ist Präsenz im Alltag, das bewusste Wahrnehmen dessen, was gerade ist.
Bewusstes Erleben im Alltag
Meditation passiert nicht nur auf der Matte. Sie passiert beim Aufstehen, beim Zähneputzen, beim Gang durch die Stadt oder zwischen Terminen.
Es geht darum, zu spüren, statt zu reagieren, den Moment zu erleben, statt gedanklich in der Zukunft oder Vergangenheit zu sein.
Diese kleinen Momente, bewusst erfahren, verändern auf Dauer. Sie lassen uns ruhiger werden, klarer sehen und Entscheidungen aus einem klaren, gewahrten Raum treffen. Nicht perfekt, nicht ideologisch – einfach menschlich und präsent.
Achtsamkeit als Haltung
Achtsamkeit bedeutet nicht, alles unter Kontrolle zu haben.
Sie bedeutet, wahrzunehmen, bevor automatisch gehandelt wird.
Jeder Tag bietet unzählige Möglichkeiten, bewusst zu sein: ein Atemzug vor dem Bildschirm, ein kurzer Blick nach innen beim Warten, ein Innehalten vor der nächsten Aufgabe.
Diese kleinen Momente der Präsenz formen unser Handeln, unsere Reaktionen und unser Gefühl von Klarheit. Wir üben nicht für ein Ideal, sondern für das echte Leben – hier, jetzt, mit allem, was dazugehört.
Meditation jenseits von Dogma
Für mich ist Meditation keine Regel, kein Ritual, kein Dogma.
Es ist eine Haltung: wach sein, präsent sein, erfahren, was ist.
Und genau dieses bewusste Erleben ist etwas, das wir alle tun können – im Beruf, zu Hause, unterwegs.
🌱 Meditation bedeutet nicht Rückzug, sondern gelebte Aufmerksamkeit – mitten im Leben.